Mittwoch, 17. Oktober 2012

Im Osten nichts Neues - Oder: Tag 16

Wie bereits im vorangegangen Post beschrieben, gestaltet sich die Arbeit recht schwierig, da ich mehr mit der Software zu kämpfen habe, als mit meinem Code. Insofern gab es heute kaum etwas für mich zu tun. Anstelle dessen habe ich an meinem privaten Softwareprojekt gearbeitet und bin dort auch ganz gut voran gekommen. Ist jedenfalls befriedigender, als vor einem Compiler zu sitzen, der sich über alles und jeden beschwert...

Am Abend dann bei Straßenhändler wieder Guōtiē gegessen. Die chinesische Küche besteht offensichtlich zu 80% aus Fett - der Rest sind Reis und Nudeln. Zumindest ist es vor dem Ausländertor der Tongji so.
Nach dem Essen kam ein kleiner Chinese (ich weiß, Pleonasmus) vorbei und wollte, dass man ihm in seiner (also der eigenen, nicht der des Chinesen) Muttersprache Geburtstagsglückwünsche für seine Schwester aufschreibt. Er wollte Leute aus 50 verschiedenen Nationen fragen. Viel Spaß dabei. Hast ja noch genug Zeit bis Übermorgen. Das ist immerhin mehr als ein Viertel der Gesamtanzahl von Nationen auf diesem Planeten - und einige sprechen ja nun dieselbe Sprache. Wenn er jetzt noch Österreicher fragt, kommt er nicht wirklich weiter. Gut, bei Schweizern sieht das dann wieder anders aus - die können ja echt kein Deutsch (CH - da ist Name Programm: chchchch).

Da heute Dienstag ist, gibt es im SOHO-Club wieder Studentenrabatt - 60 statt 80 Yuan (beides ist weniger als die üblichen 100) - für ne Flatrate, ist klar. Gut, ich habe keinen Ausweis, der mich als Student identifiziert, aber das klappt irgendwie immer. Auch wenn Fotos auf den StudentIDs der anderen sind, kann ich die benutzen. Ich habe mehrere Erklärungen, wieso das klappt:
1. Es kommt eine große Gruppe und alle haben StudentIDs - da muss man nicht mehr genau gucken
2. Die Rückseite der ID (ohne Foto) reicht denen schon
3. Wir Europäer sehen sowieso alle gleich aus

Woran es genau liegt, konnte ich bisher nicht eruieren.

Ich bin auch relativ zeitnah wieder nach Hause gefahren - dafür aber auch nicht vom Taxifahrer abgezogen worden.





Ich habe mir mittlerweile auch eine Teekanne gebastelt - vielleicht eher Teekanister. Man trinkt hier ja keinen Kaffee bzw. ist dieser recht teuer. Deswegen muss ich auf Tee umsteigen. Mein Fehler dabei war, dass ich eine Riesenpackung grünen Tees gekauft hab - schmeckt nich wirklich topp, aber jezz musser weg.
Einen Wasserkocher gibt es ja in der Raumausstattung. Da man ja keine Elektroheizer, etc. verwenden darf, habe ich mir für die kälteren Tage überlegt, meinen Teekanister irgendwie zu einer Heizung umzubauen - klappt im Bad mit dem Boiler auch ganz gut :D

2 Kommentare:

  1. Besorg dir mal chinesische Kartoffeln :D

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  2. Guotie... das klingt so wie Guillotine, also hingerichtet und nicht angerichtet. Aber wenns schmeckt....
    Im Land des Tees eine solche schnöde Kanisterkanne. Das ist FREVEL! Wo bleibt da Dein feinsinniger Geschmack? Dann kau doch die Teeblätter einfach mal. Gibt bestimmt auch einen etwas anderen Geschmack. Nichts für ungut, die praktischen Ideen sind top!
    Apropos Ch Ch Ch.... dort wird ja angegeben, das einzig richtige und beste CHDeutCHsch zu sprechen.
    Also rin in die chinesischen Kartoffeln Du langer Deutscher(kein Pleonasmus)!!!!!

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