Dienstag, 23. Oktober 2012

Dongdong - Oder: Tag 22

So langsam kommt in den Montag die Routine rein. Es geht natürlich wieder mit Chinesisch los. Gut, ich hab den Kurs fast verpennt (soviel zur Routine), aber ich war noch pünktlich. Anschließend wieder einkaufen - Obst - für 13,50 (ca. 1,65) - China, das muss billiger werden! :D Bis auf die Apfelsinen schmeckt auch alles. Die Apfelsinen waren scheinbar noch nicht richtig reif.
Dennoch sollte man das Obst nicht lange liegen lassen. Gerade für die Bananen gilt das!


Dann ging es wieder zum Mittag - das werd ich mir nochmal bestellen, dann aber die doppelte Portion! Keine Knochen, obwohl es Fleisch ist - das ist purer Luxus.
Zurück auf Stube, habe ich auf eine E-Mail von Luke gewartet. Wer soll auch wissen, dass dieser im Labor auf mich wartet? - hat mir ja keiner gesagt. Luke hat zwar nicht geschrieben, aber dafür Dongdong - ja Dongdong. Dieser ist Masterstudent und arbeitet offensichtlich an einem ähnlichen Projekt mit derselben Software und wollte mich kennenlernen, damit wir uns austauschen können. Ist für mich ja kein Problem - hab ja Zeit... Dongdong kann auch sehr gut Deutsch (zumindest schriftlich). Klar, Fehler drin, aber er lernt das ja auch erst im fünften Monat. Das läuft in China ein kleines bisschen anders als in Deutschland. Während man nach den ersten fünf Monaten Englischunterricht gerade mal ein bisschen Radebrechen kann und vielleicht nach dem Weg fragen oder zählen kann, liest man hier im fünften Monat Aufnahmeanforderungen deutscher Universitäten. Kann man sich ja gut vorstellen: "Bitte senden Sie folgende Unterlagen als amtlich beglaubigte Kopie, wobei Dokumente in nichtdeutscher, -englischer oder -französischer Sprache gem. §§... durch einen gerichtlich anerkannten Übersetzer ins Deutscher übersetzt werden müssen, an ... und wahren Sie dabei die Frist von fünf Wochen vor Semesterbeginn gem. §... blablabla.., falls Sie Einwände haben, wenden Sie sich in schriftlicher oder mündlicher Form an...."
Ist ja nicht so, dass der Mensch nebenbei auch noch studiert... Aber das ganze scheint Erfolg zu haben. Z.B. spricht die eine Chinesin hier Englisch, als wäre sie Jahre in den USA gewesen - allerdings hat sie China nie verlassen und studiert auch erst zwei Wochen Englisch. Dort lesen sie übrigens die englische Bibel. Wenn die sprachlich genauso oldschool ist, wie bei uns, ist das nach den paar Tagen auch ziemlich sportlich (klar, die lernen Englisch ja auch in der Schule - aber trotzdem...). Hier gehts nur darum, ein bisschen Englisch lesen zu üben. Kann man da nicht normale Sachen nehmen? Zum Beispiel etwas in der Art von "Zum ewigen Frieden" von Kant, nur eben auf Englisch?
Ich hab so ein bisschen das Gefühl, dass das einfach nur aus dem Mangel von Lehrplänen erwachsen ist.

So! Mehr gibts heute nicht.

2 Kommentare:

  1. "Wer wollt was von dir? London? Was? Longlong? Ah, Dongdong!" :D

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  2. HuHu verpennen wird Routine??? Na dann aber schnell aufgewacht, denn jeder Tag bietet doch neue Abenteuer.Vielleicht hilft da "Guten Morgen" auf chinesisch? Reicht dann bestimmt auch in einfacher Ausfertigung - also nicht zehnfach kopiert. Oder ist das Banane? Also eßt Obst, Leute...auch in China sind Vitamine (B) nötig.

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