Samstag, 13. Oktober 2012

Arbeit, keine Arbeit, Arbeit, ... - Oder: Tag 11

Das Aufstehen wird zunehmend schwieriger. Ich bin abends hundemüde - was angesichts des männlichen Betts auch nicht schlecht ist und morgen irgendwie genauso. Ist wie Zuhause.
Wie dem auch sei - hilft ja nichts. Ich also fix geduscht und ab ins Labor.
Auf dem Weg durch den Park, habe ich noch einmal ein Foto davon gemacht:


Im Labor eingetroffen - war sogar offen und ein anderer Student hat dort an einer Autotür gearbeitet (ja, hier wird eigentlich nur im Bereich Automotive - also Fahrzeugelektronik - gearbeitet). Ist natürlich anstrengend sich unter dem Lärm öffnender und schließender Fahrzeugscheiben zu programmieren und sich zu konzentrieren. Aber aufhören wollte er damit nicht. Nicht nur das Autofenster war offen - auch das des Labors. Ich frage mich, wieso das keinen interessiert. Es zieht übelst. Ein anderer Chinese ist erkältet, denkt dann aber auch nicht im geringsten daran, das Fenster zuzumachen. So auch der Autofensterhochundrunterfahrer.
Irgendwann wurde es mir zu bunt und kalt - ich bin in die Mensa gegangen. Bin nach oben gegangen - Essen sah dort leckerer aus. Hab mich dann an die Schlange gestellt um mir vorne dann sagen zu lassen, dass ich da mit meinen Essensmarken nicht essen darf. Danke! Als ob es nen Unterschied machte...
Diese Essensmarken gibt es für Leute, die keine Mensakarte haben (die funktioniert mit RFID - so wie bei unserer Uni auch). Das Ding dabei ist, dass diejenigen die mit Karte zahlen 20% weniger zahlen - wg. Steuern. Fragt mich nicht warum, wahrscheinlich weil bei denen garantiert ist, dass es Studenten sind. Die anderen tauschen also Bares in Marken um (und bekommen weniger Wert in Marken als sie in Yuan gegeben haben - halt nur 80%). Damit kann man dann "zahlen". Zahlen heißt, die reißen die einfach durch und schmeißen sie weg. Und das geht nicht in der Mensa ja?! Naja, gegen eine ganze Schlange von Chinesen komme ich nicht natürlich nicht an (können ja auch alle Karate :D) und musste wohl oder übel an die andere lange Schlange eine Etage tiefer ziehen. Essen war dort nicht ganz so dolle, aber noch akzeptabel.
Ich hab das Gefühl dass es hier jeden Tag das gleiche gibt. Nur dass man halt mehr Auswahl hat (schon alleine die Anzahl der Mensen und dann noch die Etagen und dann noch die Stände und dann noch die Schüsseln...). Da geht einiges.

Hier mal mein Arbeitsgerät. Eine Art chinesisches TriBoard mit Infineon TC1767 (TriCore-Prozessor - ist halt der Infineon-Lehrstuhl - nicht der AMD- oder Intel-Lehrstuhl... - das ist das schwarze Quadrat welches vom Parallelkabel überdeckt wird)

(Na, wem ist aufgefallen, dass die LED-Sequenz dieselbe ist, wie im Post zuvor? :P )

Und hier ein Bild vom Labor. Sieht aus, wie jedes Computerlabor - scheint internationaler Standard zu sein. Gibts da ne ISO-Norm für?



Heute war es dann auch endlich so weit: Ich konnte mich so ein bisschen Immatrikulieren. Ich musste 300 Yuan für irgendeine Versicherung zahlen und habe dann die Papiere bekommen, die die anderen nach Deutschland gesandt bekommen haben. Nächste Woche gibt es dann sogar eine Quittung dafür! Und hoffentlich auch meine StudentID, Mensakarte, etc. - juhu ich bin ordentlicher Stundent an zwei Universitäten :D

Nachdem ich mein Geld hab abgeben können, ging der Chinesischkurs los! Ich habe für 20 Yuan ein Textbook erstanden! Ich kann sogar Hausaufgaben machen... Problem ist immernoch die Aussprache - ich höre ja nicht, wie man die 4 oder 5 Töne spricht - den Bonus hatten die anderen. Ich werde wohl eine Menge Übung brauchen :D
Die Tage im Chinesischen sind übrigens überaus einfach: Übersetzt heißen die Wocheeins, Wochezwei, ..., Wochesechs, Wochetag (der kann auch mal Wochesonne o.ä. genannt werden). Generell gilt: Im Chinesischen sind nur die Zeichen und Töne schwierig. Grammatik gibts nicht. Ich glaube, die konjugieren nichteinmal die Verben und nutzen nur den Infinitiv.

Da ich nach dem Chinesischkurs auch nicht wirklich an meiner Arbeit weitermachen konnte (weil ich ganz offensichtlich zu dumm dafür war), habe ich stattdessen meine IT-Administrations-Übung bearbeitet. Gut, ist nicht so der Burner - die ersten zwei Übungsblätter sind trivial, muss aber runtergeschrieben werden. Habe ich halt das stattdessen gemacht. Ich habe mir extra eine neue Googlemailadresse eingerichtet, damit ich für alle Chinesen erreichbar bin (unser Mailserver rastet da wohl offensichtlich öfters rum). Habe davon dann ne Email an Luke geschrieben - kam nicht an... Tolles Ding. Ganzen Nachmittag auf ne Antwort gewartet und dann erfahren, dass gar keine Email ankam. Dämliches Googlemail.

So langsam ging der Tag auch zu Ende und ich mit ihm. Also fix noch eine Folge Spartacus geguckt und dann geschlafen.

1 Kommentar:

  1. Vadder---Aus Bielefeld!!!14. Oktober 2012 um 08:36

    Dran bleiben am Chinesisch...ist gut für zukünftige Bedienungsanleitungen ... lol
    Der Park strahlt Ruhe aus...gibts noch mehr?
    O je die Penunse. Das ist ja eine Vielfalt zum Verirren. Reicht da ein Rucksack als Geldsäckelchen? Ich stell mir die Portemonnaies vor...au backe diese vielen Fächer.

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