Freitag, 25. April 2014

Was bisher geschah

So, hier kommt wieder eine kurze Zusammenfassung der letzten Woche (auf den Tag genau! Vom Donnerstag dem 17. an)
Das wichtigste vorweg: Ich hab ein neues Gadget! :D
Das zweitwichtigste: Ich habe DHCP zum Laufen bekommen (und sogar noch ein paar andere Dinge).

Und jetzt die Langfassung:
Im Bereich Arbeit habe ich endlich meine LEDs zum Blinken gebracht - das klingt einfach (ist es auch), aber es gab kleinere Probleme (z.B. dass ich vorher nicht kompilieren konnte)
Mittlerweile blinken die also in äquidistanten Abständen von 500ms.
Danach habe ich auch noch gecheckt, dass ich UDP-Pakete versenden kann (klar, das ist ja der Sinn des Testprogramms gewesen) - funktioniert auch - sogar ins sogenannte Internet. Ich habe sogar einen ICMP-Client eingebunden - ich kann jetzt also vom µC aus pingen - wuhu!

Was fehlt jetzt? Ein Layer 2 Switch mit Mirrorport, damit ich das 3G-Modem debuggen kann. Ich würde ja eine zweite Netzwerkschnittstelle nehmen, das geht aber in Ermangelung einer solchen nicht :-/ Das Switch wird also besorgt und ich kümmere mich um neue Aufgaben. Jetzt bin ich also damit beschäftigt, den CAN-Controller zu aktivieren. Ich habe mir gedacht, das wäre realistisch, da die GPS-Daten eines Autos wohl eher über CAN anliegen, als über einen Webserver im Internet.  Da interrupten aber wieder eine Menge Faktoren - Softwareversionen, Software, Compiler - allesamt haben sie sich gegen mich verschworen.

Wang Qi kam zwischendurch auch mal vorbei und hat geguckt, was wir so machen. Ich weiß nicht mehr wieso, aber irgendwie haben wir es für nötig befunden, die GPS-Daten über CAN umzuleiten. Ich weiß nur nicht mehr, warum das gerade jetzt sein musste. Für mich ist das natürlich kein Problem. Da setzt man sich eben mal 15 Minuten hin und schreibt son dämliches Script. Zur Selbstbeweihräucherung und Dokumentation:
#!/bin/sh
while read -r line
do
len=`echo $line|wc -c`
mult=0;
f=0

    while [ $f -lt $len ]
    do
    f=`expr $mult \* 8`
    t=`expr $f + 8`
    cansend can0 123#`echo $line|cut -b $f-$t|od -A n -t x1 |sed 's/ /\\./g'`;
    mult=`expr $mult + 1`
    done
done < /dev/ttygps
Das Problem war eigentlich nur, dass man immer nur 8 Byte in Hex versenden konnte, die Daten aber in ASCII und in bis zu 80 Byte langen Sätzen anliegen. Achja, und natürlich, dass es nur die alte sh-Shell-Krücke gibt und da einige Expressions nicht möglich sind :(
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass alle wieder äußerst erstaunt waren - wie hatter das bloß gemacht? Macht das mal nach... Nur der Neue eben nicht :D

In meinem Gästezimmer befindet sich auch ein Mahjong-Apparat. Das Ding kann mischen und so - wir konnten es nie richtig in Betrieb nehmen - es ist nämlich kaputt. Nachdem sich also ein Maschinenbauer, ein Elektrotechniker und ein Informatiker des Problems angenommen haben, kam heraus: Jupp, ist wirklich kaputt. Die Zahnräder sind teilweise schon zerbröselt.
Schade - wir haben aber mal ein Foto von der Apparatur gemacht:



Dann müssen wir also zur üblichen Gestaltung unserer Abenden zurückkehren. Wir bemitleiden uns alle gegenseitig, weil wir so weit ab vom Schuss sind und nichts passiert und trinken ein paar Bier. Dazu vielleicht ein paar erklärende Worte:
Hier ist wenig Alkohol im Bier, man kann also ruhig etwas mehr trinken. Außerdem sehe ich das wie im 18. Jahrhundert (war doch das 18. oder?): Bier unterliegt hier mehr Kontrollen als Wasser - Bier ist also weniger gefährlich. 20RMB kosten zwei Liter in diesem "Späti" (hier ist jeder private Laden ein Späti...) - ist zwar das billigste, ist aber ok.

Am Wochenende habe ich erstmal ausgiebig nichts gemacht - zumindest am Vormittag. Ich habe mal Assassins Creed angefangen - semiinteressante Story, langweiliges Spielprinzip - haut mich nicht vom Hocker. Gut finde ich aber, dass es kein ausgelutschtes Thema ist. Zeit: Kreuzzüge, Protagonist: Assassine, Ort: Damaskus, Jerusalem, etc. pp.

Am Nachmittag ging es zum Fakemarkt. Die anderen wollten sich Bluetoothlautsprecher holen. Das ist ok. Der eine wollte noch ein Handy haben - das ist mutig.  Auf dem Samsung irgendwas befand sich auch schon eine App "SumSang". Bisher funktioniert das Ding aber wohl noch. Man muss auf einige Dinge achten. Z.B. Hält der Akku länger als eine Stunde? Geht das Internet? Geht der Google-Playstore?

Diese Boxen haben 30RMB und 70RMB gekostet - das ist gar nicht so teuer und die funktionieren auch noch. Mein Handy kann die zumindest nutzen!
Zusätzlich haben wir ein Pokerdeck gekauft, das sofort zu einem Skat-Blatt umfunktioniert wurde. Die Eule wollte 10 RMB für den Scheiss - im Supermarkt kostet das gleiche 2RMB!!!
Wir haben auf dem Fakemarkt auch andere sehr interessante Dinge gefunden. Beispielsweise Minikameras. So groß wie ein Schlüssel und kann Videos aufnehmen - richtig klasse!

Wir haben auch mal gefragt, was das Funkgerät mit den Antennen da sein soll - "a jammer" - ein Störsender also. Wie krass ist das denn? Das Ding stört GSM, 3G und noch son Asien-Handynetz. Der hat das auch gleich mal demonstriert - verrückt, was man hier darf, oder? :D
Wir haben auch gesehen, dass die Dinger in unterschiedlicher Stärke und Größe verkauft werden - aber bisschen Teuer. Die wollen die billigsten nicht für unter 120RMB (~14EUR) verkaufen.
Für eine Reichweite von ca. 10, 15 Metern ist das vielleicht etwas zu viel. Aber so könnte man zumindest mal störende Telefongespräche unterbinden...

Der Fakemarkt dauert auch wieder sehr lange, weil der völlig woanders ist. Ist zwar schade, aber wir waren ja erfolgreich.

Kennt ihr übrigens schon Obamao?



Wir haben uns dann auch ziemlich bald wieder in meinem Gästezimmer eingefunden und das gemacht, was immer passiert, wenn sich drei Deutsche treffen: Entweder gründen sie einen Verein oder sie spielen Skat (manchmal auch beides) - wir haben uns für das Spielen entschieden.

So, das war der kleine Rückblick.

1 Kommentar:

  1. Habe alles bisher sehr aufmerksam und mit Genuß (Essenreports; Schlangestehen -Sieht ein DDR-Bürger eine Schlange. Was macht er? Er stellt sich an...)), manches mit verwundertem Kopfschütteln (computertechnische Ausstattg. der Uni) gelesen. Schöne Fotos für die Optik erklären mehr als manche Worte. DANKE.
    Und dann Deine computertechnischen Tricksereien, damit alles ins Laufen gerät Richtung Erfolg - großartig, genial. Der Laie staunt beeindruckt, die chinesischen Kollegen / Komilitonen nicht minder. Hast Du Dich am alten Sommerpalast angelehnt? (Trümmer)-hahahaha
    Lieber Mao als OBA MAO....
    Ich mach mich jetzt für ne Weile aus dem Staube.
    Weiterhin erfolgreiches Gelingen und Vorankommen auf dem Weg zum Master! Vielleicht besser geölt mit dem Dünnbier?

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