Freitag, 11. April 2014

Neuer Router, alter Router, China-Router

Heute kann ich zumindest einen kleinen Teilerfolg verzeichnen. Ich habe diese Testapplikation immerhin dazu bewegen können, dass UDP-Packete zwischen Board und PC versendet werden können. Das ist doch schonmal was! Ich bin zwar den etwas umständlicheren Weg über netcat gegangen (sogar extra für Windoze runtergeladen!), aber das klappt ja auch. Ich hab danach dann gesehen, dass da schon ein exe-File dabei war, das wohl sone Art Service für Testpakete ist. Nunja, nicht so schlimm; ich vermute ohnehin, dass ich netcat nochmal brauchen werde.
Jetzt würde ich das ganze gerne noch compilen können, damit ich drin rumfuhrwerken kann - das ging natürlich nicht so auf die Schnelle. Mal sehen, wie ich das geschaukelt bekommen werde.

Ansonsten möchte ich natürlich nicht verhehlen, dass es einen neuen Router im Labor gibt. Der Professor hatte sich ja dazu breitschlagen lassen, dass er einen anschafft, damit wir besser arbeiten können. Der Router kam auch, aber der neue Router hat die Funktion des alten übernommen und wir haben den Müll zum Arbeiten bekommen :D (ist im Endeffekt die einzige richtige Lösung). Sogleich haben sich die ganzen Studenten wie die Geier auf das neue Stück Hardware gestürzt, einer hat SSID und Passwort eingerichtet (mehr wird hier wohl nie eingestellt...), der Rest hat das Labor gewischt, gesaugt, die Pflanzen gegossen - als ob der Router an einen Frühjahrsputz geknüpft gewesen wäre.
Mit dem Müllrouter habe ich mich also ein paar Minuten auseinandersetzen dürfen. Der ist so müllig, dass er nur in China vertrieben wird. Das Interface ist komplett auf Chinesisch ohne built-in Möglichkeit, das umzustellen (wer kauft so einen Scheiss??). Was tun, sprach Zeus. Ich wollte ja eigentlich eine andere Firmware aufspielen, aber TP-Link hat das Ding natürlich nicht auf seiner Seite gelistet...
Zum Glück hat jemand aus den USA ein ähnliches Problem gehabt. Der hatte sich wohl in Peking den gleichen Router zugelegt und dann an TP-Link geschrieben, was son Verhalten solle. Die haben ihm dann wohl den Sourcecode für die Firmware und die Übersetzung geschickt und er hat den Kram dann wohl compiled und angeboten - so bin ich drauf gestoßen.
Wie jetzt das Ding aufspielen, wenn alles chinesisch ist? Die anderen waren ja jetzt zufrieden, was der Laowai für Routerprobleme mit deren Müll hat, interessiert keinen mehr. Im Endeffekt habe ich einfach alle Buttons gedrückt, bis ich auf eine Seite gekommen bin, die so aussieht, als würde man eine Firmware hochladen können.
Das ist bei dem besagten TP-Link DIR-605 (nicht DIR-605L) der mittlere Tab (der dritte also) und dann der dritte Button in dem linken Menü, dann sollte alles wie geschmiert laufen: einfach hochladen und enter drücken - dann bissi warten und nach dem reboot kann man die Krücke verwenden. (Falls hier nochmal jemand son Problem haben sollte)
Besten Dank in die USA (unbekannterweise):
http://www.dslreports.com/forum/r23524130-Info-DIR605-English-Firmware
Gut gemacht, USA!

Nun noch das Internetproblem im Hotel begutachten gehen. Das sollte ja schon seit zehn Stunden gefixt sein - Pustekuchen. Diesmal ist aber ein neuer junger Mann in charge; dem traut man eher zu, zu wissen was er an dem Switch macht. Der hat das auch relativ schnell geschafft - keine Ahnung, was da genau das Problem war. Ich glaube, er hat einfach nur ein Kabel ausgewechselt, das zwei Switches verbunden hatte. So oder so ähnlich. Jedenfalls hat er meinen Laptop benutzen wollen, um zu prüfen, welches Kabel funktioniert O.o
Jetzt muss ich ja nur noch Wäsche waschen: Kostenlos! Normalerweise muss man sich dafür sone Karte kaufen, mit der man dann die Waschmaschine benutzen kann. Irgendwie haben die sich aber vor ein paar Tagen eine neue Waschmaschine besorgt, die wohl kein RFID-Leser dabei hat - und so waschen also alle kostenlos. Ist zwar wieder chinesisches Gebrabbel drauf, aber man fährt ganz gut, wenn man einfach alle Knöpfe ausprobiert und irgendwann das Wasser anfängt zu fließen. Die waschen hier Wäsche übrigens mit kaltem Wasser.
Offensichtlich gibt es da in jedem Land ganz verschiedene Ansichten, was sone WaMa so draufhaben muss. Irgendwo wird halt brutal viel geschleudert, bei uns wirds warm, der nächste kocht wie wild und die Chinesen machen die Klamotten halt nur mit Seifenwasser nass...

Wie dem auch sei; neuer Tipp für China: RFID-Schreibgerät mitbringen und alle Karten schonmal backuppen, damit man die nach Benutzung wieder resetten kann - spart Geld und ggf. kann man auch die Karte so abändern, dass man z.B. auch die Nachbarstube öffnen kann...

Das ganze Waschen dauert natürlich auch seine Zeit - zumindest mal ausreichend lange, um nochmal runter zu gehen und ein paar Bierchen zu kaufen... und zu trinken... ist schließlich Mittwoch. Abgesehen davon war das ganze auch noch lehrreich für mich. Ich bin zwar kein Lateingeek, aber auch ich weiß, dass der Plural von "Status" "Status" ist (langes U, U-Delkination oder son Kram) - das gleiche gilt, so haben wir herausgefunden, auch für "Campus" - es sei zu überlegen, welchen Numerus die Nomen in Gänsefüßchen haben...

Aber irgendwann gilt auch in Shanghai Jiading:

http://9gag.com/gag/3700827

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